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Keine Armut

Keine Armut

Armut ist eines der komplexesten globalen Probleme, weil sie weit über fehlendes Einkommen hinausgeht. Sie zeigt sich in unzureichender Gesundheitsversorgung, mangelndem Zugang zu Bildung, fehlendem Wohnraum, unsicherer Ernährung, fehlender politischer Teilhabe und sozialer Ausgrenzung. Menschen in Armut sind häufig stärker Umweltbelastungen ausgesetzt, leben in unsicheren Wohnverhältnissen und sind besonders anfällig für Krisen wie Naturkatastrophen, Konflikte oder wirtschaftliche Einbrüche. SDG 1 verfolgt daher das Ziel, Armut in all ihren Formen weltweit zu beenden und soziale Sicherungssysteme aufzubauen, die Menschen vor existenziellen Risiken schützen.

Die Ursachen von Armut sind meist strukturell und historisch gewachsen. Ungerechte Handelsbeziehungen, Kolonialgeschichte, ungleiche Landverteilung, Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder Herkunft, fehlende Infrastruktur und schwache politische Institutionen tragen dazu bei, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen dauerhaft benachteiligt bleiben. Gleichzeitig verschärft der Klimawandel die Situation vieler Menschen, die von Landwirtschaft abhängig sind oder in besonders gefährdeten Regionen leben. Armut ist somit eng mit ökologischen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren verflochten.

Ein zentraler Zusammenhang besteht zwischen Armut und Bildung. Menschen ohne Zugang zu Bildung haben deutlich geringere Chancen auf existenzsichernde Arbeit, politische Mitbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe. Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) hilft dabei, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen. Lernende verstehen, dass Armut kein individuelles Versagen ist, sondern oft das Ergebnis globaler Strukturen und Entscheidungen. Dies fördert Empathie, Solidarität und Verantwortungsbewusstsein.

Nachhaltige Armutsbekämpfung erfordert langfristige Strategien: faire Arbeitsbedingungen, Zugang zu Ressourcen, soziale Sicherheit und politische Stabilität. Nur wenn Menschen selbstbestimmt handeln und ihre Lebensbedingungen aktiv verbessern können, wird es möglich sein, Armut dauerhaft zu überwinden und gerechte Lebensverhältnisse zu schaffen.

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